4 Tricks, wie Sie Ihren Kindern schlechte Gewohnheiten austreiben

Kinder können so süß sein – zumindest, bis sie an öffentlichen Orten unausstehlich werden, nachts plötzlich wieder aufstehen oder ständig heimlich an den Süßigkeitenschrank gehen. Schlechte Gewohnheiten kennen schon die ganz Kleinen. Doch wie werden Sie sie schnell wieder los, bevor sie wirklich schwierig zu kurieren werden?

Tipp #1: Die 3-Schritte-Regel

Kinder meinen es nicht böse, aber sie spüren jedes bisschen Inkonsequenz. Grenzen austesten, das gehört zu ihrer normalen und gesunden Entwicklung zwar dazu, kann aber ganz schnell dazu führen, dass sie sich schlechte Gewohnheiten aneignen, wenn sie merken, mit Mama oder Papa können sie es ja machen.

Mit drei konsequenten Schritten können Kindern aber wieder altersgerecht Grenzen aufgezeigt werden. Beim ersten Fehlverhalten wird das Kind darauf hingewiesen, dass das nicht geht, und aus der Situation genommen. Schmeißt es etwa mit Sand nach anderen, darf es erst mal nicht mehr in den Sandkasten, bis das Gespräch geführt wurde.

Beim zweiten Fehlverhalten sagen Sie, dass sie doch schon einmal darauf hingewiesen haben. Zurück in den Sandkasten geht es jetzt aber nicht mehr, bis das Kind einsieht, warum sein Verhalten nicht geht. Tut es das noch einmal, geht es nach Hause – ohne wenn und aber. Denn so lernen Kinder, dass die Eltern es ernst meinen.

Tipp #2: Selbst gute Gewohnheiten vorleben

Viele Kinder wollen nicht duschen oder die Zähne putzen, die Hände vor dem Essen waschen finden sie auch doof. Wenn das so ist, dann dürfen sie aber auch nicht am Familienleben teilnehmen, denn der Rest der Familie lebt nach guten Gewohnheiten. Wer die Zähne nicht putzen will, der muss eben draußen vor verschlossener Tür warten, während Mama und Papa im Bad sind und genau das tun.

Das Kind wird bald wieder am Familienleben teilhaben wollen, aber dazu gehört es nun einmal, sich an gute Gewohnheiten zu halten. Sobald das Kind murrt oder unzufrieden wirkt, sollten Sie ihm erklären, dass es ja selbst entscheiden kann, ob es gerne allein vor geschlossener Badezimmertür sitzt oder ob es nicht lieber bei Ihnen wäre, auch wenn dann die Zähne geputzt werden müssen.

Tipp #3: Ih, ist das eklig!

Viele Kinder gewöhnen sich ganz schön unhygienische Dinge an. Sie lutschen am Daumen, wollen ihr Kuscheltier partout nicht für eine Wäsche in der Waschmaschine hergeben… wie eklig! Das dürfen Sie Ihrem Nachwuchs ruhig sagen, denn mit dem Ekelgefühl können Kinder bereits etwas anfangen und sie wollen nicht eklig sein.

Wenn das liebste Kuscheltier dringend mal wieder die Waschmaschine von innen sehen sollte, rufen Sie jedes Mal: „Igitt, das arme Kuscheltier! Es würde ihm so viel besser gehen, wenn es wieder schön sauber wäre…“, wenn Ihr Kind damit zu Ihnen kommt. Es wird mit der Zeit darüber nachdenken, ob Sie nicht doch Recht haben.

Tipp #4: Positiv bestärken

Wenn Kinder richtiges Verhalten an den Tag legen, wollen sie belohnt werden. Dadurch erkennen sie erst, dass sie es jetzt richtig gemacht haben. Deswegen ist es nicht nur wichtig, dass Sie konsequent sind, wenn Ihre Kinder sich falsch verhalten, sondern auch, dass sie klare Signale senden, wenn sie es richtig machen.

Zeigt das Kind Einsicht, nachdem Sie ihm erklärt haben, dass es selbst ja auch nicht mit Sand beworfen werden will, dann darf es gleich wieder zurück zu den anderen, um weiter zu spielen.



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